Freitag, 28. September 2012

holiday update...

der koffer ist nicht zu klein. ich muss nur noch zwei paar schuhe und ein paar badelatschen, eine bluse und ein badelaken einpacken und es ist genügend platz. ich bin sehr stolz auf mich, dass ich es geschafft habe, mich tatsächlich auf das nötigste zu beschränken. fast. nicht ganz. ich brauche garantiert keine packung tampons, und falls doch, brauche ich gleichzeitig auch einen fähigen gynäkologen in hammamet.

als urlaubslektüre hat sich jetzt qualifiziert:

"der hundertjährige, der aus dem fenster stieg und verschwand". (danke, ursel, ich hab's schon angefangen und kann mir kaum was besseres vorzustellen für die reise als eine geschichte über eine reise...)

"vorübergehend tot", "untot in dallas" und "dead club". vampirkram. aber laut der freundlichsten bibliothekarin meines vertrauens kurzweilig und gut.

"die flüsse von london". ein fantasy-roman und eine empfehlung von irgendeinem leseblog. :)

"adrian mole und die achse des bösen". saarbini schreibt, es sei urkomisch. also probier ich's aus.

und einen paasilinna nehm ich mir noch mit. da hätte ich noch ca. 5 stück in meinem "sub" die sich allesamt anbieten. mal sehen... :)

paulines buch musste ich jetzt leider doch als eBook downloaden, denn der verkäufer bei booklooker ist leider nicht in die pötte gekommen. ärgert mich schon ein bisschen, den ich hab sofort am tag nach der bestellung überwiesen und dies auch mitgeteilt. seitdem höre ich nix mehr von dem verkäufer... und er hat keine telefonnummer angegeben, sonst wäre ich ihm gleich auf die nerven gegangen. *seufz*

so, und jetzt kaufe ich noch die letzten reste der urlaubsverpflegung meiner söhne ein - hauptsächlich eier und pesto. katzenfutter brauchen wir auch noch, möglichst so viel, dass keiner mehr welches einkaufen muss. sonst wären günther und gisela recht schnell auf diät, glaube ich.

ich danke all denen, die uns eine gute reise und einen schönen urlaub gewünscht haben oder dies immer noch tun... :D

fühlt euch abschiedsgeküsst!!

Donnerstag, 27. September 2012

übermorgen...

... geht's los. meine große schwester, die fabelhafte ursel, holt pauline und mich morgens um fünf uhr ab, wir düsen gen stuttgart und hüpfen dort in den flieger nach enfidha. von dort aus dürfte laut beschreibung der transferbus nicht mehr als eine stunde brauchen, bis er uns vor dem "hammamet garden" abgesetzt hat. und dann, meine lieben, dann werde ich bis zum abwinken entspannen. :)

da die hälfte der bücher, die ich auf booklooker geordert habe, noch nicht eingetroffen ist, hoffe ich, dass morgen noch mal eine ladung bei mir abgeliefert wird. wenn nicht, werde ich zumindest das buch, was pauline für die schule lesen muss, noch als e-book ordern. leider, leider gibt es "beim leben meiner schwester" nicht bei der onleihe unseres bibliotheksverbunds. 

einen koffer habe ich mir auch noch ausgeliehen. den hatte ich auch größer in erinnerung und ich glaube, ich muss einen teil meiner klamotten in paulines neuen saxoline-koffer auslagern. der ist nämlich ein ganzes stück größer als meiner. :)



den finde ich ja auch klasse und ich bin jedes mal begeistert, wie leicht sich die rollen bewegen und wie schön er ist. pauline hat die schutzfolie, die über die oberfläche gespannt ist, drangelassen, damit der koffer nicht allzu viele neue macken kriegt. (obwohl ich ja fest davon überzeugt bin, dass der flug sicher nicht spurlos an ihm vorbeigehen wird.)

das ist übrigens der gleiche koffer, den die "topfmodelle" im fernsehen auch hatten, sagt pauline. 

so, und jetzt werde ich mal sehen, dass ich noch ein paar stapel mache... klamottenstapel. bücherstapel. medikamentenstapel. ich hab ja immer meinen halben hausstand dabei... und jaaaa.... ich weiß. die hälfte all dessen, was man so mitschleppt, braucht man nicht. oder es wäre billiger vor ort zu besorgen. oder, oder, oder...

mir egal. ich bin gerne auch auf die exotischsten eventualitäten eingestellt und entsprechend gerüstet. 

ciao, wir lesen uns wieder nach dem 13.10. 

Dienstag, 18. September 2012

der urlaub naht....

... und ich hab mir schon mal die "liste" von meiner schwester ursula vorgenommen. das ist eine auflistung der sachen und gegenstände, die man nicht vergessen sollte beim kofferpacken. das fängt profanen dingen wie unterhosen an oder kugelschreibern, setzt sich fort mit shampoo und fußcreme und endet bei sehr individuellen dingen, die fast unersetzlich sind am urlaubsort, wie der akku für die kamera oder das reisetagebuch...

o.k., das reisetagebuch steht (noch) nicht drauf, aber ich werd es draufsetzen. wobei es wahrscheinlich total unnötig sein wird, denn ich habe vor, einen superlangweiligen urlaub zu haben. mit 14 tagen sonnenbaden, jede menge bücher lesen, essen, schlafen... und sonst gar nix. 

für den lesestoff hab ich schon mal gesorgt. aus der bibliothek hab ich mir die drei ersten vampir-bände von charlaine harris besorgt, sowie "die flüsse von london" von ben aaronovitch. außerdem hätte ich noch "kühlfach zu vermieten" von jutta profijt und die bücher von anne b. ragde, die mir saarbini hat zukommen lassen. desweiteren werde ich mir ein bisschen was auf den reader speichern. also an lesestoff mangelt es mir nicht. ob ich allerdings den reader in tunesien tatsächlich benutzen werde, ist die andere frage. an den strand will ich ihn nicht mitnehmen, da hab ich angst, dass er schaden nimmt oder gestohlen wird. aber er eignet sich sicher, um in der lobby, wo es kostenloses wlan gibt, mal auf mein facebook-konto zu schauen... 

die momentanen unruhen wegen dieses mohamed-films lassen mich einigermaßen kalt. ich hoffe, dass sich der sturmwind legt und sich die tunesier bewusst werden, dass es nicht sehr schlau wäre, die touristen zu vergraulen. letztes jahr war in den städten die polizeipräsenz schon deutlich spürbar. pauline hatte das ganz anders einsortiert, als wir auf dem weg durch sousse eine polizeistreife gesehen hatten. ihr machte das maschinengewehr, dass der polizist trug, angst. ich dachte bei mir, dass man in einem land, in dem noch immer der ausnahmezustand gilt, eben mit bewaffneten sicherheitskräften rechnen muss. 

was mir angst macht, ist, dass ich sicher bin, dass diese hysterie bewusst gesteuert wird. die wenigsten dieser menschen, die brandbomben werfen, andere menschen attackieren oder sich bei selbstmordattentaten in die luft sprengen, haben diesen film gesehen. ich geh davon aus, dass sie nicht mal wissen, was genau über ihren propheten so schmähendes gesagt wird. und auf der anderen seite die provokateure, die sagen: "wir dürfen uns nicht verbieten lassen, über alles und jeden späße zu machen, wir wollen alles aussprechen und offen zeigen dürfen!!" und daher der ansicht sind, man müsse diesem film zu zweifelhaftem erfolg verhelfen, indem man ihn in deutschland zeigt und wartet, was an reaktionen kommt. nein, muss man nicht... nicht, dass ich nicht zu schätzen wüsste, dass ich allerlei freiheiten genieße und diese mir gesetzlich garantiert sind. aber nicht alles, was unter dem deckmäntelchen der künstlerischen freiheit fabriziert wurde, verdient auch den stempel "künstlerisch wertvoll". so manches sollte doch besser im verborgenen blühen. 

à propos blühen... so ganz "off topic"... mein kaktus, dessen blüte ich vor einiger zeit hier gezeigt hatte, entwickelt jetzt wirklich ständig neue blütenansätze. wenn ich es schaffe, gisela davon abzuhalten, die kleinen pinöppel abzuknabbern, werde ich regelmäßig belohnt durch blüten, die genau einen einzigen tag halten. hinterher, wenn sie verblüht sind, interessiert sich gisela natürlich überhaupt kein bisschen mehr dafür... seufz.







Montag, 17. September 2012

ursula poznanski - "saeculum" und "fünf"...

ich dankte meiner lieben freundin siri jeden tag, an dem ich die bücher von ursula poznanski gelesen hatte, für den tipp... und gleichzeitig verfluchte ich sie, denn ich kam zu nix und wollte auch nichts anderes tun als lesen. schlecht, wenn man eigentlich was anderes zu tun hätte... seufz.

beide bücher sind extrem spannend und kurzweilig. die charaktere sind ausgefeilt und tiefgründig, niemand ist "langweilig". das ist für mich an einer geschichte am wichtigsten. da sehe ich gerne mal über längen oder kleine inkonsistenzen in der handlung hinweg.

bei "saeculum" geht es um bastian, einen 20jährigen medizinstudenten, der sich einer gruppe junger leute anschließt, die einen sehr eigenwilligen freizeitsport betreiben: mittelalterliche rollenspiele. dazu gehört, dass man ein bis zwei mal pro jahr an einem event teilnimmt, der alle mitspieler in einen abgelegenen teil des waldes führt, um dort bestimmte "quests" zu erfüllen. bastian, durch einen überpräsenten, arroganten und sozial inkompetenten vater genervt, möchte die zeit nutzen, um abstand zu gewinnen. trotz diverser warnungen, dass der wald verflucht sei, der geist eines grafen dort herumspuke und die unternehmung unter einem schlechten stern stünde, macht sich die truppe gemeinsam auf. am ort des geschehens angekommen, passieren einige merkwürdige dinge. es finden sich nachrichten aus vergangenen zeiten, menschen, die nicht dort sein dürften, werden gesehen, und es verschwinden nach und nach einzelne teilnehmer. die situation spitzt sich zu, plötzlich ist bastians leben gefährdet...

mal abgesehen davon, dass ich selbst nie und nimmer in die verlegenheit käme, die vorteile und den komfort des 21. jahrhunderts aufzugeben, um mich im wald von laub, käfern und bachwasser zu ernähren (da ich mit ziemlicher sicherheit unfähig wäre, ein feuer zu entzünden...), fand ich die story sehr fesselnd. ich hatte öfters das gefühl, in die handlung "springen" zu müssen, um die protagonisten auf etwas aufmerksam zu machen, oder sie zu mehr vorsicht zu mahnen. aber das ist ja immer so... :)))

für alle altersgruppen geeignet, auch, wenn es als buch für junge erwachsene empfohlen wird.



ein wenig eher für erwachsene gedacht ist "fünf". ich habe "fünf" verschlungen!! es geht um ein salzburger ermittlerteam, das in die szene der "geocachers" geführt wird durch ihren fall. sie finden die leiche einer jungen frau, der auf die fußsohlen koordinaten tättowiert wurden. diese führen zu leichenteilen in sogenannten "caches", schatzkisten, die normalerweise platziert werden, um von einer über's internet organisierten fangemeinde aufgespürt und gefunden werden sollen. die polizei tappt lange im dunkeln, der bösewicht treibt ein grausames, perfides spiel mit ihnen. verzweifelt versuchen bettina und florin, herauszufinden, wo die verbindende komponente ist. während menschen sterben... 

auch hier muss ich sagen, dass ich begeistert war von den charakteren. bettina ist alleinerziehend, ihr ex-mann macht ihr das leben schwer, ihre kinder fühlen sich oft alleingelassen und etwas vernachlässigt. der schwierige spagat zwischen zeitaufwendigem job, mit dem sie "verheiratet" zu sein schein, und dem leben als fürsorgliche mum ist beinahe körperlich nachzufühlen. und ich denke, das geht nicht nur mir so... :)

florin ist der typ mann, den sich jede frau wünscht. mehr gibt's dazu nicht zu sagen. da wäre auch der punkt, an dem es mir etwas zu unrealistisch wird. solche männer gibt es nicht, glaube ich. :D und wenn, dann begegnet mir so einer garantiert niemals... und wenn doch, dann hätte ich ihn gern mit einem weniger bescheuerten namen. FLORIN. örgs... 




Freitag, 7. September 2012

freitags-füller no. 179




1. heute könnte ich den ganzen tag nur "rumgammeln" .
2. es heißt, "wer rastet, der rostet". das stimmt leider. seufz. aber ich raff mich immer schlecht auf.
3. bald können wir wieder koffer packen für den tunesienurlaub ... freu!!!.
4. es ist nicht immer förderlich, wenn kein druck hinter einer selbstgestellten aufgabe steckt.
5. berlin ist für mich immer wieder wunderschön. dort könnte ich mir vorstellen zu leben.
6. vor langer zeit waren solche gedanken für mich undenkbar. ich wäre nicht mal auf die andere rheinseite gezogen :D .
7. was das wochenende angeht, heute abend freue ich mich auf einen cocktailabend mit micha, morgen habe ich großes schrankentrümpeln und einen einkaufsbummel geplant und sonntag möchte ich anfangen, schon mal ein bisschen stapel zu machen für tunesien (ich weiß, ich spinne, aber ich freu mich so drauf!!)!

house of god - samuel shem...

vor ein paar tagen hab ich mir DEN klassiker für krankenhauspersonal, quasi ein "must-have" für ärzte, schwestern und andere insider, zu gemüte geführt.

obwohl das buch in den 70ern geschrieben wurde, und sich sicher einiges getan hat, was den fortschritt in diagnostischer und therapeutischer hinsicht anbelangt, halte ich es dennoch für möglich, dass auch heute noch frischgebackene ärzte ein ähnliches schicksal erleiden wie der junge dr. basch. 

dieser durchläuft als "intern" das letzte jahr seiner medizinischen ausbildung. quasi eine art "praktisches jahr". er droht an den anforderungen zu scheitern, denn wie alle jungen ärzte hat er ehrgeizige pläne, menschen zu heilen, geduldig und aufmerksam den kranken zuzuhören, nichts zu übersehen, genial zu sein und am ende des jahres einen genauen plan zu haben, wie seine zukunft auszusehen hat. 

nichts davon tritt ein. basch wird überspült von alten, chronisch kranken menschen, sogenannten "gomers" (go-out-of-my-emergency-room), die zu krank sind, um sie noch gesund zu machen, und zu wenig krank, um sie wieder nach hause zu schicken. die dement sind. die aus pflegeheimen abgeschoben werden. die renitent sind, sich wehren und schwer zu behandeln sind. 

sein mentor, der "dicke", gibt ihm genaue anweisungen, wie in diesen fällen zu verfahren ist: absolut überhaupt NICHTS tun, sie nicht mit therapien quälen, absturzsichern, damit sie sich nicht verletzen und sobald als möglich VERLEGEN. (der dicke legt auch einen katalog der goldenen regeln fest, die ich hier aber nicht in gänze erörtern möchte... aber: die meisten treffen meiner ansicht nach auch heute noch zu...) 

anfangs wird diese behandlungsmethode belächelt und für einen witz gehalten, aber nach einer weile stellt basch fest, dass der dicke durchweg recht hat.

gleichzeitig sterben die jüngeren patienten an herzinfarkten, unheilbarem krebs oder schwerer hepatitis. viele bemühungen, diesen prozess aufzuhalten oder den verlauf zu verändern, schlagen fehl oder kommen zu spät. für die interns sind die gegensätze zwischen den "unkaputtbaren" gomers und den sterbenskranken jungen schwer auszuhalten.

es stellt sich etwas ein, was nach innerer ablösung von der realität aussieht. als leser hat man das gefühl, dass basch fällt und nur das beständige stützen und auffangen seiner freundin berry scheint ihn zu retten. alle "interns" haben ihre schlüsselerlebnisse, die ihren weiteren weg beeinflussen. für den einen führt dieser durch sexuelle ausschweifungen, der nächste entwickelt einen morbiden ehrgeiz, angehörige zu obduktionen zu überreden, ein weiterer verliert sämtliche professionelle distanz und die bodenhaftung, er begeht selbstmord.

für mich war "house of god" zum teil eine begegnung mit einigen selbst beobachteten phänomenen. ich erhielt so manche erklärung, aber es raubte mir auch viele illusionen. wer noch diesem "halbgott-in-weiß"-bild anhängt, wird schwer enttäuscht. wer zum zweifeln neigt, wird bei jedem zukünftigen krankenhausaufenthalt noch ein bisschen mehr herzklopfen haben und noch mehr zweifeln. wer hofft, dass die eigenen kinder eine medizinische karriere anstreben, der sollte dafür sorgen, dass sie in einem liebevollen umfeld aufwachsen und ihnen das wissen vermitteln, dass sie zu hause immer bei allen problemen aufgefangen werden...

mir hat "house of god" gefallen und auch doch nicht. ich halte eben gerne an gewissen idealvorstellungen fest... :)



Mittwoch, 5. September 2012

aufmerksamkeitsdefizitsyndrom...

... nicht nur verbreitet in der welt der eltern, die damit erklären wollen, dass ihre kinder schlichtweg einfach nervensägen sind, sondern auch gern gesehen unter erwachsenen, die offenbar von ihren partnern nicht genügend gewürdigt werden.

heute beim drogeriemarkt meines vertrauens: ich nehme von einem ständer ein remake des parfums meiner jugend, besprühe mich damit und stelle fest, dass ich nicht ohne diesen flakon nach hause gehen kann. an der kasse angelangt, spricht mich die kassiererin an, dass auch sie von sentimentalen  gefühlen geplagt wird ob der aufschrift "patchouli". wir geraten in ein gespräch, in dem ich berichte, dass meine mutter früher behauptete, dass ich nach mottenkugeln röche und sie überzeugt sei, dass der patchouli-duft ein natürliches insektenabwehrmittel darstelle. dies untermalte sie gerne mit ausführlichen würge- und röchelgeräuschen. die dame an der kasse lachte und erzählte von ihren einkäufen in "indischen läden", bei denen allerlei parfumöle (auch ich erinnere mich an "gras", "pfirsich" und "grüner apfel") den weg in ihre tasche fanden.

nach mir steht eine ältere frau in der schlange. sie kann nicht mitreden, denke ich, weil sie weder bei den worten "patchouli", noch bei "parfumölen" oder "indischen läden" zuckt. sie scheint mir optisch zu der kategorie "ich wasche mich und das muss genügen" zu gehören. sie schaut von der kassiererin zu mir und dann wieder zurück und sagt, völlig ohne zusammenhang zu unserer konversation: "warum haben sie keine hellgrünen dosen mehr für das feuchte klopapier??". die verkäuferin antwortet: "weil wir jetzt die herbstkollektion haben. die sind dunkelgrün, dunkelrot und eben eher die gedeckteren farben..."

zu mir sagt sie dann: "dieser extreme grüner-apfel-duft löst heute bei mir brechreiz aus...". "wissen sie, von den farben, die sie da haben, passt überhaupt nix in mein badezimmer. die sind alle hässlich. ich will lieber sommerfarben...", ruft die ältere dame dazwischen. die kassiererin lächelt und sagt: "der nächste sommer kommt bestimmt!!", zu ihr und zu mir sagt sie: "ich kann nicht mal mehr duftkerzen ertragen...". ich komme gerade noch dazu, ihr zu antworten: "ich kann mich an eine schulstunde erinnern, die meine freundin und ich wegen akuter geruchsbelästigung durch "pfirsich-duftöl" vor der tür verbringen mussten...". sie lacht, ich lache und die dame hinter mir ruft: "stellen sie sich mal vor, ich bin gestern vorm "globus" auf einer scheibe wurst ausgerutscht, jetzt hab ich einen zink-leim-verband!! mein knie ist sooo dick!! gucken sie mal...". sie zieht ihre hose hoch und präsentiert einen verband. 

meine vorstellungskraft geht mit mir durch und ich sehe die dame slapstickmäßig spektakulär auf diesem stück wurst ausgleiten... das lachen brodelt in mir hoch. die verkäuferin schaut erst mich an, dann die "wurstsurferin"... das brodeln wird stärker, es entfleucht mir ein leicht hysterisches kichern, es schüttelt mich... und ich platze raus. haltloses lachen. die kassiererin lacht mit. die geschädigte dame ist empört. ich mache mich vom acker, bevor die herbstfarbene klopapieraufbewahrung auf meinem schädel zertrümmert wird. 

das hat sie nun davon, das gefallene ältere mädchen von ihrem aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. wer den schaden hat, spottet jeder beschreibung - oder so ähnlich. :)

ich muss immer noch kichern, wenn ich nur daran denke.