Donnerstag, 27. Dezember 2012

wladimir kaminer - karaoke...

so nebenbei zu den socken konnte ich eigentlich nicht viel lesen die letzten tage. ich hab ja mehr dem tv-trash gefrönt... *augenroll*

aber den kaminer kann man gut in kleinen portiönchen lesen. muss man vielleicht auch, weil man aus dem lachen gar nicht mehr rauskommt. kaminers ausführungen zum thema irrungen und wirrungen in der welt versprengter ehemaliger sowjetbürger in verbindung mit den entwicklungen in sachen musik sind göttlich komisch.

als er beschrieb, wie rammstein-texte genutzt werden, um in lehrbüchern interessierten russen die deutsche sprache näher zu bringen, hab ich mir heute morgen in der straßenbahn mal wieder beinahe eine freifahrt zur psychiatrie durch haltloses (für andere menschen völlig grundloses) lachen erarbeitet. 

übrigens hat er mich von einer sehr durchdachten theorie überzeugt: singen entsteht durch unterdrückung. nur unterdrückte völker und menschen haben eine starke affinität zum singen. er belegt beispielsweise anhand der friesen, das einzige volk, das wahrhaft frei blieb von unterdrückung. 


"Die Friesen, als große Ausnahme, hatten Glück. Sie gewannen alle Kriege, führten erfolgreich viele Aufstände und ließen sich nicht einmal von den fortschrittlichen Römern versklaven. Sie waren herausragende Deichingenieure und -bauer, zimmerten Piratenschiffe, pflanzten Gurken an, aber sie sangen nicht. Schon die römischen Geschichtsschreiber schrieben empört: Frisia non cantat! Sie hielten die Friesen für unterentwickelt. Dabei hatten diese einfach keinen Grundzu singen, sie waren frei. Auch die Schweizer, die zwei Weltkriege und andere allgemein europäische Katastrophen gut überstanden, haben nur am Rande der Weltmusik mitgemacht und geben sich nun mit der kleinen schmuddeligen Jodelecke im deutschen Musikantenstadel zufrieden."

(...)

"Und die Musik von heute? Unterdrückung pur. Entweder wird der Musiker oder sein Publikum gequält. Michael Jackson wurde von seinem Vater als Kind auf den Elektroherd gestellt, wodurch er seinen berühmten "Moon Walk"-Tanzschritt lernte und zum King of Pop wurde. Der Rapper Eminem hatte eine schlimme Kindheit und konnte so den weißen Sklaven Amerikas eine Stimme verleihen. Und auch die gesamte Rockkultur der Sowjetunion ist aus großem Frust entstanden: Es gab keinen Kinderkanal im Fernsehen, nicht einmal MTV, nur langweilige Pionierlager, schlechte Zigaretten und billigen Schnaps. Damit ließe sich auch erklären, warum die Russen so singanfällig sind. Wir wurden seit Anbeginn der Zeiten unterdrückt, von den Mongolen und Tataren, von Schweden und Franzosen, von der Monarchie und der Revolution, von Stalin und Hitler, von allen, die danach kamen, von schlechtem Wetter und letztendlich von Putin und dem Wildkapitalismus der neuen Zeit. Deswegen können die Russen, selbst wenn sie einander zum ersten Mal sehen, stundenlang zusammen zur Gitarre singen, und immer kennen alle den Text."


hat doch was überzeugendes, oder?? :)


Mittwoch, 26. Dezember 2012

"sissi"...

wie jedes jahr hab ich mir auch dieses mal alle drei sissi-filme nacheinander reingezogen. nein, ich bin nicht verrückt. und außerhalb der weihnachtszeit schau ich sie auch nicht...

mein lieblingszitat stammt übrigens von sissis mutter: (sissi liegt leidend auf einer sonnenliege und schaut auf die endlos blaue weite des meeres von madeira - tagaus, tagein - während sie darauf wartet, von einer lungenschwindsucht in die ewigen jagdgründe geleitet zu werden...)

"schau die bürgersfrauen!! die sind oft auch schwer krank und müssen dabei noch arbeiten. manchmal vergessen sie vor lauter arbeit auch, dass sie krank sind. und plötzlich!! sind sie wieder gesund..."

*gacker*

"alte socken"...

dieses paar lag zur hälfte fertig in meiner sockenwollkiste. ich hab vorgestern wieder ein stück weitergestrickt und sie heute fertiggemacht. das muster kommt leider, leider überhaupt nicht zur geltung.

die nächsten girlie anklets werden uni oder allenfalls ganz sanft gemustert. ich versprech's!!!


Sonntag, 23. Dezember 2012

frohe weihnachten...

... das wünsche ich euch allen von ganzem herzen... 


bei mir fällt weihnachten dieses jahr wirklich geruhsam und eher "langweilig" aus. kein hektisches geschenkesuchen an heiligabend. eines der geschenke kommt definitiv trotz mehrerer bettelmails und der 1-2-tage-lieferzeit des versenders erst nach weihnachten. aber ich hoffe trotzdem, dass es da auch noch angenommen wird... kein großputz, weil eh kein besuch kommt. kein weihnachtsbaum mangels nachfrage innerhalb der kleinfamilie. dafür einen weihnachtskaktus. :)




gisela hat sich gleich vom acker gemacht, als ich mit weihnachtsdeko und der kamera auf der bildfläche erschien, dafür reagierte günther völlig gelassen...



morgen geht es zu meiner schwester. dort wird beschert. sie kocht seit gestern am menü und ich bin sehr, sehr froh, dass sie uns an ihrem kulinarischen geschick teilhaben lässt. ich glaube, ich muss auf die liste der wünschenswerten eigenschaften eines potentiellen neuen partners auch noch "hervorragende kochkünste" setzen. ich bin ja leider nicht so ambitioniert in der verköstigung anderer menschen. 

das menü gefällig...??

rinderconsommé mit markklöschen

krustenbraten vom schwein
roast-beef
handgeschabte spätzle
fränkische mehlklöße
feldsalat

exotischer obstsalat mit eis 

am ersten feiertag weilt die brut bei ihrem erzeuger und wird von ihm abgefüttert. er kochte ja auch  während unserer ehe immer gern und gut. leider sehr selten, meist zog er es vor, meine fabrizierten unfälle und missgeschicke unleidlichst zu kommentieren. daher gönne ich meinen liebreizenden pubertisten das köstliche mahl beim papa, ich werde mir ein paar tortellini erhitzen und pesto aus dem glas dazu essen. da geht nix schief. :D vielleicht bleiben ja auch ein paar reste an heiligabend übrig. 

am zweiten weihnachtsfeiertag hat dann mein zweitgeborener geburtstag und wir gehen, seinem wunsch zufolge, zum bevorzugten griechen in der näheren umgebung. 

insofern ist weihnachten total gechillt...

und am 27.12. ist der urlaub rum und der alltag hat mich wieder.... (gott sei dank!!) 


sockenzuwachs...

ich hab mir bei fischer-wolle zwei wollpakete mit einem baumwoll-gemisch schicken lassen, einmal on-line, einmal schöller & stahl fortissima socka. 

von beiden linien hab ich mir jetzt ein paar socken gestrickt. die grünen sind on-line-socken, die lilafarbenen rüschensocken von schöller & stahl. das garn lässt sich schön verarbeiten und ich bin jetzt mal gespannt, wie sich die dinger waschen lassen. bislang habe ich ja mit markenwolle noch nie eine schlechte erfahrung gemacht, also erwarte ich keine katastrophen. :)




Samstag, 22. Dezember 2012

grauenvoll...

alles ist wahrscheinlich witziger und unterhaltsamer als atze schröder und verona pooth beim "großen comedy adventskalender". krampfadern veröden, hühneraugen ausschälen, darmspiegelung... alles.

wo haben die denn diese kreische wieder ausgegraben?? ich dachte, die sei in einem kik-totenhemd vom antlitz der erde getilgt worden!! oder zumindest mundtot gemacht worden. aber nichts da, die läuft bei rtl frei rum und belästigt arglose zuschauer...

jetzt haben wir den weltuntergang überlebt und dann sowas... ich glaub's ja nicht!!

*kopfschüttel*


Donnerstag, 20. Dezember 2012

kennt ihr smash-books...??

... seit heute weiß ich, was das ist. und zwar durch diesen süßen film hier:


ich war natürlich sofort nachhaltig angefixt. und nicht nur ich: mein tochterkind braucht auch umgehendst ein smash-book. und was tut die liebe mama?? sie bestellt stehenden fußes zwei smash-books plus diversen zubehörs. was natürlich teuer wie die hölle ist. 

nicht, dass ich zwei kartons voll mit bastelpapieren, stickern und diversem scrap-booking-tauglichen materials irgendwo im hause "ex-mann" stehen hätte. wenn sie noch stehen, und jener diese nicht mittlerweile auf ihren brennwert getestet hat...?!

egal. was soll's... morgen geht ja eh die welt unter.


Montag, 17. Dezember 2012

erinnerungen...

uschi hat bei der liste der bücher, die man angeblich unbedingt gelesen haben müsste, kommentiert, dass man ja eigentlich eine persönliche liste führen sollte, was man schon alles gelesen hat. 

ich hab das zumindest für das jahr 2012 umgesetzt, wie ihr unschwer sehen könnt, wenn ihr runterscrollt und rechts unten im blog das entsprechende kästchen betrachtet. fast 40 bücher in diesem jahr... was ja für eingefleischte buchblogger und büchersüchtige nicht so wahnsinnig viel ist.

wenn ich zurückdenke, was ich so verkonsumiert habe an bücherseiten, als ich noch kind und jugendliche war, dann kann ich mit fug und recht behaupten, dass ich die hälfte der jugendbibliothek irgendwann mal auf meinem nachttisch liegen hatte. ich konnte recht früh lesen, dank meiner großen schwester, der es zu blöd war, mir ständig vorzulesen. also hat sie mir das lesen beigebracht und mich dann in die bibliothek eingeführt. man hatte dort die möglichkeit, pro ausleihe vier bücher mitzunehmen. innerhalb kürzester zeit stellte ich fest, dass mir diese vier kärtchen nicht ausreichten, denn allein durfte ich anfangs noch nicht in die stadtbibliothek und ursel war nicht so begeistert davon, mich ständig dorthin zu begleiten. also behauptete ich irgendwann, dass alle meine ausleihkärtchen verloren seien und erhielt weitere vier. dazu die vier meiner schwester - und die 3 wochen sommerferien waren gerettet. dazu kam das, was mein vater bei der bertelsmann verlagsgesellschaft für mich kaufte. was auch nicht wenig war. 

bücher lesen, bücher kaufen, bücher ausleihen... das ist für mich gelebte erinnerung. umso schwerer fällt es mir immer wieder zu akzeptieren, dass keines meiner kinder diese leidenschaft teilt. eine zeitlang sah es so aus, als ob zumindest meine jungs in meine (ererbten) lesefußstapfen treten, aber wenn ich mir so anschaue, wie sie leiden und lästern bei ihrer schullektüre, dann werde ich immer wieder eines besseren belehrt. für sie ist auch die tatsache, dass wir das gesamte buchmäßige erbe meines vaters nicht in der wohnung unterbringen konnten und die ganzen papierschönheiten im keller ein trauriges dasein fristen, keine katastrophe. für mich schon... *seufz*

im gegensatz zu meinem vater, der nur las, was er gekauft hatte und da auch streng chronologisch vorging, überfordere ich meine möglichkeiten regelmäßig. ein "sub" ungeahnten ausmaßes türmt sich bei mir immer wieder auf. aber ich kann es einfach nicht lassen, immer wieder empfohlene lesekost anzuschaffen. mal sehen, wie das mal mit mir endet...

wahrscheinlich irgendwann in einer riesigen begehbaren bibliothek. :)


Freitag, 14. Dezember 2012

freitags-füller no.194




1. weihnachtsgeschenke hab ich schon fast alle beisammen - bis auf "kleinigkeiten".
2. mach mich bloß nicht an am frühen morgen. es könnte ins auge gehen... ;)
3.  es war einmal ein naives kleines frauchen, das an den ewig treuen und liebenden traumprinzen glaubte....
4.  warum krieg ich immer bloß den dämlichen, abseits gelegenen parkplatz am ende der straße??
5.  der weg führte durch tiefe täler, aber letztlich doch noch nach oben....
6.  "wir sind keine engel" ist mein lieblings-weihnachtsfilm.
7. was das wochenende angeht, heute abend freue ich mich auf das finale von "the voice of germany", morgen habe ich erst mal arbeiten und hinterher vielleicht einen kleinen stadtbummel geplant und sonntag möchte ich mich wiederum nach dem arbeiten auf eine woche urlaub vorbereiten!

sex-radar...

heute in der mittagspause stand ich mit ein paar mädels aus der apotheke und einem unserer pfleger im innenhof, und wir mokierten uns gemeinsam über trash-tv wie "frauentausch" oder "extrem schön!!". irgendwann, als ich gerade einen leicht rassistisch angehauchten ossi-polizisten, der seine ehefrau gegen eine nigerianische schönheit eingetauscht hatte, imitierte, schaltete sich ein ganz junger, wirklich ausgesprochen gutaussehender pfleger in unser gespräch ein und gab seine persönlichen "frauentausch"-highlights zum besten. wir amüsierten uns sehr, warfen uns gegenseitig die verbalen bälle zu und irgendwann ging er wieder auf seine station. 

eines der mädels sagte: "der war doch süß, oder??" ich antwortete: "ja, echt süß. aber viel zu jung für uns...". die dritte im bunde meinte resolut: "der ist stockschwul, dafür lass ich mir die hand abhacken...". nun denn, wir haben's nicht rausgefunden und ich war auch nicht so zu haben in dem moment für's entfernen von extremitäten, aber ich konnte diese aussage überhaupt nicht nachvollziehen. als dann auch noch unser pfleger bestätigte, dass er ebensolche "schwingungen" empfangen habe, schaute ich in die runde und sagte: "ich weiß nicht... echt??!!"

alle lachten. 

und ich musste wieder einmal feststellen, dass mir der liebe gott keinen sex-radar mitgegeben hat. ich merke niemals, welcher sexuellen ausrichtung irgendjemand folgt. weder beim anderen, noch beim eigenen geschlecht. nicht, dass mir das etwas ausmachen würde - es ist mir eh völlig wurscht. aber es fasziniert mich, wenn andere menschen das glasklar definieren können. und so gut wie niemals falsch liegen. gut, es verschafft ihnen keinen vorteil. eher lässt es mich glauben, dass es sie anfälliger macht für vorURteile. 

gehört das auch zum thema "menschenkenntnis"?? 

früher war das einfacher. männer, die zu übermäßigem gebrauch von pflegeprodukten neigten und dem "complete-hairless"-wahn verfallen waren, wurden sofort in die schublade "schwul" einsortiert. und frauen mit extremen kurzhaarschnitten und einer vorliebe für springerstiefel umgehend mit dem  etikett "lesbe" versehen. heute geht diese gleichung überhaupt nicht mehr auf. ich kenne kahlrasierte heteromänner mit piercings an delikaten stellen und frauen, die ausgesprochen "herb" wirken, aber echte vollblutweibsbilder sind. 

wie ist das bei euch?? wärt ihr auch in gefahr, stundenlang an einem objekt eurer begierde rumzubaggern, um dann festzustellen, dass er in der anderen liga spielt??


Donnerstag, 13. Dezember 2012

wow!!....


es existiert da eine liste der "100 bücher, die man gelesen haben sollte". ich hab das jetzt mal durchgeschaut und alle die in rot geschrieben, die ich tatsächlich gelesen habe. unterstrichen sind die, deren verfilmung ich mir auch angeschaut habe. allerdings gibt es so das eine oder andere buch, wo ich zweifle, dass man dieses unbedingt gelesen haben sollte. "die weiße massai" ist so eines, oder "mondscheintarif". nette unterhaltung, zweifellos, aber ob's wirklich das wohlbefinden oder das lebensglück steigert...?? nö. 

aber ich bin doch einigermaßen erstaunt, wie viele rote einträge ich habe...


1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien
2. Die Bibel (zumindest große teile davon)
3. Die Säulen der Erde, Ken Follett
4. Das Parfum, Patrick Süskind
5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry (sogar im original!!)
6. Buddenbrooks, Thomas Mann
7. Der Medicus, Noah Gordon
8. Der Alchimist, Paulo Coelho
9. Harry Potter und der Stein der Weisen, J.K. Rowling
10. Die Päpstin, Donna W. Cross
11. Tintenherz, Cornelia Funke
12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
18. Der Name der Rose, Umberto Eco
19. Illuminati, Dan Brown
20. Effi Briest, Theodor Fontane 
21. Harry Potter und der Orden des Phönix, J.K. Rowling 
22. Der Zauberberg, Thomas Mann
23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
24. Siddharta, Hermann Hesse
25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende
27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
32. Die Glut, Sándor Márai
33. Homo faber, Max Frisch
34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
37. Owen Meany, John Irving
38. Sofies Welt, Jostein Gaarder
39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams
40. Die Wand, Marlen Haushofer
41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
43. Der Stechlin, Theodor Fontane
44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
47. Der Laden, Erwin Strittmatter
48. Die Blechtrommel, Günter Grass
49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
50. Der Schwarm, Frank Schätzing
51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
53. Momo, Michael Ende
54. Jahrestage, Uwe Johnson
55. Traumfänger, Marlo Morgan
56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger (auch im original)
57. Sakrileg, Dan Brown
58. Krabat, Otfried Preußler (und den Film gesehen)
59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
60. Wüstenblume, Waris Dirie
61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson (noch nie so oft ein Buch versucht zu lesen ;) )
63. Mittsommermord, Henning Mankell
64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
65. Das Hotel New Hampshire, John Irving
66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
69. Harry Potter und der Feuerkelch, J.K. Rowling 
70. Tagebuch, Anne Frank
71. Salz auf unserer Haut, Benoîte Groult
72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner
73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann
75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
79. Winnetou, Karl May
80. Désirée, Annemarie Selinko
81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë
84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
85. 1984, George Orwell
86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy
87. Paula, Isabel Allende
88. Solange du da bist, Marc Levy
89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
93. Schachnovelle, Stefan Zweig
94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

Mittwoch, 12. Dezember 2012

schwarzer mond über soho - ben aaronovitch...

dieser zweite band nach den "flüssen von london" hat für mich die faszination des ersten sogar noch übertroffen. vieles, was dort begann, wird hier weitergeführt und einiges, was mir beim ersten band noch nicht ganz klar war, hat jetzt ein "ahaaaaa..." ausgelöst. 

zur story: peter grant ist ein londoner bobby für's besondere. er lebt und arbeitet mit seinem vorgesetzten, einem ausgebildeten und praktizierenden magier in einem gebäude namens "folly" zusammen. um die beiden kümmert sich molly, das hausmädchen, das eine vorliebe für rohes fleisch, diverse ängste, was die außenwelt anbelangt und definitiv zu viele zähne hat. :)

eine reihe merkwürdiger todesfälle, die sich allesamt in der jazzszene ereignen, sowie mehrere abgebissene geschlechtsteile ziehen die aufmerksamkeit von peter grant und seinem chef thomas nightingale auf sich. und wieder gibt es herrliche verfolgungsjagden durch die straßen von london, wiedersehen mit einigen flussgeistern, wir lesen von zaubersprüchen und magischen krankheitsbildern, präsentiert von dr. walid, den spezialisten im krankenhaus. bei alledem ist noch platz für viele "liebeserklärungen" an london und seine umgebung. 

wie ich ja schon einmal gelobt habe, gefällt mir der schreibstils aaronovitchs nicht zuletzt durch seinen ausgefeilte, leicht ironische sprache besonders gut. ich könnte dutzende von stellen markieren, die ich wieder und wieder lesen könnte, nur aufgrund des feinen witzes, der darin zum tragen kommt.  

spätestens jetzt bin ich angefixt und ich freue mich schon sehr auf weitere fortsetzungen. das einzige, was ich mir wünschen würde, wären ein übersichtsplan von london und ein lageplan des umlandes von london im buch. 


Montag, 10. Dezember 2012

armer luke...


(aus: süddeutsche zeitung magazin)


stellt euch die hochzeit vor in einigen jahren:

"willst du, elfriede ragnhild rotzmann diesen hier anwesenden luke sky walker neumann zum manne  nehmen, ihn lieben und ehren, sein lichtschwert polieren und die reifen an seinem raumkreuzer wechseln, seine druiden pfleglich behandeln und niemals seine macht anzweifeln, in gesundheit und krankheit, bis dass darth dingenskirchen, der tod oder eine plötzliche universumsimplosion euch scheidet...??"



Samstag, 8. Dezember 2012

neue bücher...

in meinem regal. die geburtstagsausbeute... :D

früher war mehr bescherung - diverse autoren 
karaoke - wladimir kaminer
rubinrotes herz, eisblaue see - morgan callan rogers

dazu hab ich eine geschenkkarte von thalia eingelöst:

schwein gehabt, zeus! - paul shipton
das erlkönig-manöver - robert löhr
cheers, baby! - leanne banks, janet evanovich

ich bin gespannt, wann ich endlich einmal meinen sub aufgearbeitet habe. aber ich glaube, das ist gar nicht sinn der sache. es ist eher das bücher-hamstern. oder das bestreben, immer genügend lesestoff im haus zu haben, falls ich mal über monate hinweg eingeschneit sein sollte und die außenwelt für nicht erreichbar ist. allerdings werde ich in diesem fall wohl eher des hungers sterben,  bevor mir die bücher ausgehen. vielleicht sollte ich auch lebensmittel horten. und katzenfutter... falls meine stubentiger ihren kohldampf an mir würden stillen wollen. (brrr... günther schaut jetzt schon so hungrig... und gisela sehe ich nirgendwo. wahrscheinlich lauert sie mir auf, wenn ich auf's klo muss...)


Freitag, 7. Dezember 2012

vielen lieben dank...

an alle, die heute an mich gedacht haben. es freut mich doch immer wieder, dass es außer dem nikolaus auch die niko(lausine) in eure kalender geschafft hat. mein geburtstag war, wie in fast jedem jahr, wunderschön. 

meine kinder haben mir ein foto von sich geschenkt. allerdings ist es  mir bei androhung von strafe und spontaner inhuminierung verboten, dieses irgendwo zu veröffentlichen. wer es also sehen will, muss die heiligen hallen, sprich: mein wohnzimmer besuchen, um es zu bewundern. 

mir fiel auf, dass sozialer wohnungsbau ungeeignet ist für familienfeiern mit mehr als 4 personen, die sich um einen tisch scharen. und dass ich wohl doch etwas zu pessimistisch war, als ich im vorletzten jahr nur 6 stühle und 2 klappstühle erwarb. ("mehr kommen doch eh nicht...") gott sei dank verfügen wir noch über einen fundus von bürorollstühlen, die wiederum mit dem platzangebot kollidieren... aber das hatten wir ja oben schon. vielleicht sollte ich allerdings auch meinen freundeskreis härter kontrollieren und alle von geburtstagsfeiern ausschließen, deren familien eine personenanzahl von max. 4 überschreiten.

aber wir haben es alle gern kuschelig. und so hat auch alles gereicht, einiges ist leer geworden, an anderem kann ich die nächsten tage noch zehren. und sobald die getränke auf dem balkon wieder aufgetaut sind, kann man diese auch wieder konsumieren. leider war sonst nirgendwo platz... wobei wir wieder bei der sache mit dem sozialen wohnungsbau sind. 

günther und gisela haben die ungewohnte menschenansammlung mit gleichmut ertragen und selbst innigste umarmungen der jüngeren gäste hoheitsvoll hingenommen. wahrscheinlich war das eine art entschuldigung dafür, dass ich heute morgen kleine teile geschenkband in großen mengen katzenkotze aufwischen durfte. (außerdem zwei haargummis, aber die haben ja nix mit meinem geburtstag zu tun - außer, einer der beiden wollte sich in erwartung kalorienreicher verwöhnhäppchen beim abendessen in weiser vorraussicht selbst ein magenband installieren, hat aber das prinzip nicht kapiert.) 

so, und jetzt lese ich noch ein bisschen, erfreue mich an meinen geschenken und hoffe, dass morgen das angekündigte schneechaos abstand nimmt von der überwältigung der rheinischen tiefebene...


gute nacht!! :) 





Dienstag, 4. Dezember 2012

schwarzer mond über soho - ben aaronovitch...

vorab gesagt: ich bin noch lange nicht fertig mit dem buch. aber bereits der anfang ist so lustig, dass ich euch eine kostprobe liefern muss. was mir besonders gefällt, ist die sprache. die ist wunderbar ausgefeilt. 

lest selbst: 

"Bei Mum gab es heute Maniokblätter. Dad bekam Schmortopf mit Lamm. Ausnahmsweise nahm ich mir Lamm; Maniok mag ich einfach nicht, vor allem nicht, weil Mum es immer in Palmöl ertränkt. Außerdem verwendet sie so viel Cayennepfeffer, dass ihre Suppe ein rotes Neonleuchten abstrahlt und ich nur auf den Moment warte, in dem einmal ein Gast Opfer einer spontanen Selbstentzündung wird."

oder ein satz wie dieser: 

"Glücklicherweise stammte das Folly aus der Regency-Zeit, als es Mode war, hinter einer repräsentativen Villa ein separates Wirtschaftsgebäude zu bauen, damit die Pferde und die geruchsintensiveren Bediensteten leewärts der Herrschaft untergebracht werden konnten." 

den ersten band von aaronovitch, "die flüsse von london", hatte ich ja im urlaub "gefressen", und mir fällt eigentlich erst jetzt auf, wie sehr ich diese sprachlichen besonderheiten genieße. der spannende inhalt tut ein übriges.

ich halte euch auf dem laufenden...



orakel...

kürzlich entdeckte ich im profil einer facebook-freundin die möglichkeit, sich vom facebook-weihnachtsmann voraussagen zu lassen, welches geschenk mir beschieden sein soll zum jahresendzeitfest. begeistert drückte ich den orakel-nöppel und der weihnachtsmann teilte mir mit, dass ich "eine waffe" erhalten sollte. 

fand ich blöd. das ergebnis wollte ich nicht teilen mit der facebook-community und eigentlich hätte ich mich wieder in die fänge von dämlichen spielen wie "candy crush saga" oder "hoop de loop saga" begeben. aaaaber... mir wurde ein weiteres orakel vorgeschlagen, nämlich jenes, dass die frage beantwortet: "wann wirst du (wieder) sex haben??". in einem anfall geistiger umnachtung drückte ich auch diesen button und erhielt die antwort: "nie". 

super. ich hätte den weihnachtsmann mit der von ihm geschenkten waffe erschießen und selbige dann gegen mich richten sollen. 

aber wie man mir tausendfach und von allen seiten versicherte, haben die facebook-orakel allesamt den gleichen makel: sie treffen nicht zu. 

das beruhigt mich. 
sehr.

:D

Samstag, 1. Dezember 2012

abgeschnitten - sebastian fitzek/michael tsokos...

boah... wie spannend und "krank"!! bei diesem buch habe ich wirklich dauernd gedacht: wie kann man sich sowas nur ausdenken, das ist ja der pure horror...!! allerdings lag darin meiner ansicht nach auch der nachteil des buches: die beiden herren haben es "overdone". und jetzt sollten diejenigen aufhören zu lesen, die sich vorgenommen haben, sich selbst halb zu tode zu gruseln...

der gerichtsmediziner paul herzfeld obduziert ein mordopfer und findet in der grausam zugerichteten leiche eine kapsel mit einem zettel darin. darauf steht der name seiner tochter hannah und eine handynummer. beim anruf auf dieser nummer hört er die stimme seiner tochter, die ihn um hilfe anfleht und ihn warnt, dass ihr entführer sie umbringen wird, wenn herzfeld seinen arbeitgeber (das bka) einschaltet.
gleichzeitig befindet sich auf dem durch einen orkan vom festland abgeschnittenen helgoland linda in einem selbstgewählten versteck vor ihrem sadistischen und gewalttätigen freund, einem stalker. sie erfährt zwar, dass dieser durch ihren bruder "aus dem verkehr" gezogen worden sei, aber immer mehr hinweise verdichten sich zu ihrem verdacht, dass ihr verfolger sie gefunden hat und sich ebenfalls auf der insel befindet. allerdings gibt es für sie keine möglichkeit, ihm zu entfliehen. bei einem rundgang um das haus findet sie eine männerleiche, in deren herrenhandtasche sie das handy findet, auf dessen mailbox herzfelds tochter ihre abschiedsnachricht hinterlegt hat. von nun an stehen die beiden in verbindung und herzfeld macht sich auf die suche nach seiner tochter. linda muss aber auf eigene faust mit hilfe des inselklinik-hausmeisters ender die obduktion der männerleiche vornehmen, um weitere hinweise auf den aufenthaltsort von hannah zu erhalten.

und so macht sich herzfeld auf die schnitzeljagd durch den sturmgepeitschten norden, um das rätsel um die entführung seiner tochter und den zusammenhang mit seiner eigenen vergangenheit aufzulösen. 


naja, jetzt höre ich mal auf, aus dem nähkästchen zu plaudern. die geschichte ist wirklich ausgesprochen spannend, wobei manches wirklich haarsträubend unrealistisch ist. da überleben sämtliche beteiligten die schwersten verletzungen, erheben sich quasi mehrfach immer wieder vom totenbett und sowohl herzfeld, als auch linda haben eine ganze armee von muskulösen schutzengeln. anders ist ihr glück nicht zu erklären...

herzfeld mutiert im laufe der geschichte vom super-pathologen mit supergrips zum supermann mit endlosen kraftreserven. das nervte mich auch ein bisschen. ich mag die "helden" meiner bücher lieber mit mehr schwächen - aber das ist eine persönliche sache. :)

sowohl am anfang, als auch am ende des buches sind vergleiche angestellt zwischen den urteilen für grausamen verbrechen gegenüber kindern und denen von hochkarätigen steuersündern - und die offensichtliche schere, die sich beim strafmaß öffnet. während kinderschänder oft aufgrund langer zeitlicher differenzen zwischen tat und verurteilung oder mangelnder beweislast mit lächerlich geringen strafen rechnen können, sitzen viele wirtschaftsverbrecher jahrelang im gefängnis, weil man ihnen zweifelsfreier nachweisen kann, was sie angestellt haben. insofern wird einem sowohl im rahmen der geschichte, als auch in den verweisen drumherum immer wieder diese himmelschreiende ungerechtigkeit im deutschen rechtssystem vor augen geführt.

das buch ist nichts für schwache gemüter. "abgeschnitten" war für mich der erste roman von fitzek, den ich gelesen habe, daher kann ich mich nur auf hörensagen berufen mit der aussage, dass man starken tobak von ihm gewohnt ist.