Montag, 25. Februar 2013

ildikó von kürthy - höhenrausch...

... ist ein ausgesprochen "nettes" buch. eine witzige und leichte frauenlektüre. es geht um linda schumann, die aufgrund der untreue ihres ex-lovers in tiefen liebeskummer versinkt und daraufhin die entscheidung trifft, jülich zu verlassen und mit andreas, den sie nur per e-mail kennt, die wohnung zu tauschen. andreas zieht also in ihre wohnung in die kleinstadt, während sie seine am prenzlauer berg bezieht. mit andreas verbindet sie ein offener und ehrlicher mailaustausch. er ist also der erste, der erfährt, dass linda eine affäre mit ihrem verheirateten nachbarn beginnt, der eine wochenendehe in kiel führt. so sehr sie auch die tatsache genießt, auch mal "die andere" zu sein, und nicht immer diejenige, die betrogen wird, so schwer fällt es ihr, ihre moralischen bedenken zu unterdrücken, als sie zufällig die nette, freundliche ehefrau von johann kennenlernt. als dann auch noch ihr betrügerischer ex-freund auftaucht, um sie zurückzuerobern, fällt ihr die wahl leicht...

mit dabei sind ihr neuer schwuler freund erdal, dessen exzentrische mutter und sein bodenständiger lebenspartner karsten, sowie ihre freundin silke, die "telefonseelsorge" bei linda betreibt. 

auch, wenn linda eine etwas frustrierte 35jährige ist, mit deren lebenslauf mich nicht viel verbindet, so fand ich mich selbst und meine gedanken in vielen passagen wieder, die lindas gedankengut beinhalten. 

Was meinen Charakter betraf, fühlte ich mich ausreichend gut ausgestattet, denn moralische Bedenken hatte ich eigentlich  nicht. Was kann ich dafür, wenn der Ehemann einer anderen Frau sich für mich interessiert und seine Wahl auf mich fällt? Das ist doch seine Sache! Jeder Mensch kann sich zu jedem Zeitpunkt seines Lebens neu entscheiden. Sogar für mich. 
   Mal ziehst du den Kürzeren - und ich hatte ja nun wirklich schon viele Kürzere gezogen! - und mal nicht. Du kannst es dem, den du liebst,  nicht vorwerfen, dass er dich nicht mehr liebt. Er will dir nichts Böses antun. Er tut dir nur ungeheuerlich weh.
   Ich habe selbst schon fassungslos neben mir gestanden und meiner Liebe beim Ableben zugeschaut. Sie führt ein Eigenleben und ein Eigensterben. 
   Wenn sie sich entschlossen hat zu bleiben, schreckt sie keine Entfernung und kein Ehering.
   Hat sie sich entschlossen zu gehen, nützt keine Therapie, keine künstliche Beatmung und keine Adrenalininjektion mitten ins Herz. Du bleibst neben einem Leichnam zurück, der kalt wird und anfängt zu stinken. 

wie wahr... auch, wenn es hier um lindas moralische haltung zum thema untreue geht - genau das sind auch die erkenntnisse, die sich mir nach den zweieinhalb jahren trennung tief eingeprägt haben. du hältst niemanden, der gehen will. und du darfst ihm nicht böse sein, wenn er sich anderweitig verliebt. (natürlich darfst du ihm nachtragen, dass er nicht ehrlich war. oder dass er sich immer noch so verhält, als ob du diejenige warst, die alles kaputt gemacht hat. oder dass er unverhältnismäßig mehr leiden müsse - finanziell und emotional - weil du ihn schließlich dazu "gezwungen" hättest, stellung zu beziehen... aber das ist eine andere geschichte, und soll ein andermal erzählt werden... ;) )

Vielleicht betrachten wir Partnerschaften viel zu sehr unter dem Exklusivitätsaspekt. Ist es nicht total kleinlich, jemanden nicht teilen zu wollen, dem man doch nicht alles geben kann? Könnte es sein, dass der Anspruch auf Treue der eigentliche Ruin ist für die moderne Beziehung?
   Herrje, wir sterben halt nicht mehr mit zweiunddreißig an Schwindsucht oder Beulenpest. Früher war es leicht, sich zu lieben, "bis dass der Tod euch scheidet!", weil der Tod mit schöner Verlässlichkeit die Paare trennte, ehe sie sich miteinander langweilen und darüber nachdenken konnten, ob sie sich in der Beziehung auch angemessen selbst verwirklichen können.
   Aber heute? Mit zwölf bist du geschlechtsreif, mit zweiundachtzig durchschnittlich tot. Das sind siebzig Jahre, die du Zeit hast, zu lieben, Sex zu haben und darüber zu streiten, wer mit dem Streit angefangen hat. Kein Wunder, dass es da hin und wieder mal zu etwas Leerlauf kommt. 
   Man sollte es doch ganz klar so sagen, wie es ist: Es gibt keine Leidenschaft in langen Beziehungen! Es gibt Liebe, es gibt Vertrautheit, es gibt schöne Rituale, aber du drehst nicht mehr durch vor Lust, wenn er sich beim Gähnen streckt und dabei ein Stück haariger Bauch zum Vorschein kommt - der übrigens noch nie durchtrainiert war, was dir früher aber nicht so aufgefallen ist.
   Ich denke, eine dauerhaft triebgesteuerte Beziehung kann man nur mit Putengeschnetzeltem in Sahnesauce und Apfelpfannkuchen haben. Alles andere wird mit der Zeit alltäglich. Damit muss man sich abfinden. 
   Wer Liebe will, muss auf Leidenschaft verzichten. 
   Wer beides will, muss auf Treue verzichten. 

hört sich bekannt an, oder?? auch wenn man es sich nicht gerne selbst gegenüber zugibt. man neigt ja in beziehungen, die nicht glücklich oder bereits gescheitert sind, solche tatsachen zu ignorieren und selbige beziehungen stattdessen zu idealisieren. man redet sich so lange ein, dass alles noch so wunderschön ist, wie am ersten tag. oder zumindest wie nach dem ersten jahr. menschen in wirklich glücklichen beziehungen denken darüber überhaupt nicht nach. sie genießen einfach das, was sie haben und verschwenden keine gedanken an das, was nicht stimmen könnte. 

insofern haben mich die vielen witzigen begebenheiten, die linda erlebt (ein club-urlaub in einem single-club, bei dem sie von einem echt alten kerl angebaggert wird... die peinlichkeit, als sich ihre aufgeklebte silikonbüstenhebe unter ihrer achsel hervorstiehlt und sie ihr tanzpartner angeekelt darauf aufmerksam macht... die in einer katastrophe endende romantische vorstellung ihres ex-freundes, der sich im durchzug vor ihrer haustür eine tüte asche auf sein haupt streut und damit eine putzaktion initiiert...), sehr erheitert. aber ich konnte mehr anfangen mit dem mailwechsel, den sie mit andreas führt, der ihr sehr anschaulich immer wieder erklärt, wie männer gestrickt sind. teilweise waren mir die einblicke sehr neu... und das in meinem hohen alter. 

so, und morgen gehe ich wieder in die bücherei und hole nachschub... mal sehen, welches genre sich diesmal in mein körbchen stiehlt. :)




welch ein glück,...

... dass ich heute nachmittag nur mal kurz die augen bei "der seltsame fall des benjamin button" zugemacht habe und im anschluss daran dreieinhalb stunden komatös geschlafen ein kleines nickerchen gemacht habe. denn jetzt habe ich die möglichkeit, erfrischt und entspannt die oscar-nacht zu genießen.

wenn ich nicht arbeiten muss am nächsten tag, gönne ich mir den auftrieb von legenden und stars, von sternchen und mir völlig unbekannten personen. ich bin immer wieder begeistert, welch buntes volk sich auf dem "red carpet" tummelt und wie wundervoll aufgetakelt alle sind. gleichzeitig erfasst mich allerdings auch ein schauder bei so manchen der berühmten menschen. war ich noch vor jahren hingerissen von nicole kidman, so haut es mich jetzt fast vom sofa, wenn ich ihre erstarrte, übermalte, maskenartige miene sehe, die eigentlich so gar nichts mehr von dem früheren zurückhaltenden charme hat. und welcher vollpfosten hat bradley cooper frisiert?? der mann ist ja völlig zugegelt und erinnert mich frisurentechnisch an den herrn von und zu und überhaupt ... wie hieß er?? guttenberg?? 
chris evans bringt seine mama mit und schmettert liebeserklärungen an diese, dass es mir schon fast etwas seltsam erscheint. wie alt ist eigentlich robert de niro?? es sieht auf jeden fall so aus, als ob er nicht ausgeschlafen hätte. und mir kommt er klein vor... oder liegt das an den hohen hacken der dame, die ihn interviewt...??

was auch für mich ein spannendes unterfangen darstellt, ist die frage: verstehe ich die leute, wenn sie erzählen?? und JA!! so einige sprechen ein sehr klares, verständliches englisch - anderen wiederum schaue ich fasziniert zu und denke mir: "o.k., und jetzt mal nicht in molwanisch, sondern in einer sprache, die ich erkenne...??!!" irgendwann komme ich vom klo und sprinte die letzten meter, weil ich denke: "hey!! da kann aber einer perfekt deutsch!!" und bin fast ein bisschen enttäuscht, dass es kein amerikanischer filmstar ist, der eine hommage an seine deutschen wurzeln in worte fasst, sondern "nur" christoph waltz. dem im übrigen dieser ultrakurzhaarschnitt ausgezeichnet steht. im gegensatz zu russell crowe, der schlichtweg verboten nach strafgefangenem aussieht. 

jennifer garner erscheint ein bisschen wie ein riesenhafter lila vogel. vorne flach, hinten stoffpuschel. wobei das an der winzigkeit der interviewerin liegt, denn adele wirkt ebenfalls sehr, sehr voluminös, wobei sie betont, dass allein ihr kleid 15 kg wiegt. das merke ich mir... ich sage das jetzt auch immer: ich bin überhaupt nicht dick, ich trage schwere klamotten...

george clooney ist völlig zugewuchert und könnte sich mal ordentlich rasieren. das scheint ihm auch schon jemand gesagt zu haben, denn er wirkt auf dem roten teppich  gar nicht so charmant wie sonst immer. eher wie jemand, der im hinterkopf denkt: "jetzt unterhalten sich die leute alle über das kleid meiner schnalle, dabei bin ich doch der berühmte hier...".

bei weitem übertroffen, was die nölige "ihr könnt mich alle mal"-schnute angeht, hat alle dieses junge ding, was die bella spielt in diesen glitzerglimmervampirscheiß. unfassbar, wie offenkundig schlecht gelaunt die frau da rumsteht. muss sie dahin?? ist es verpflichtend, dort zu erscheinen?? wenn nicht, sollte sie daheimbleiben und jemandem den platz überlassen, der mit spaß bei der sache ist.

zum beispiel mir. wenn ich nicht arbeiten muss. und ein mittagsschläfchen halten durfte... :)

Montag, 18. Februar 2013

meinungsvielfalt...

... ist ja an sich eine gute sache. so lange am ende meine meinung zum tragen kommt. :)

nein, im moment differieren die meinungen und wünsche im hause von frau niko doch in einem erheblichen maß. es geht um das thema "urlaub". nachdem ich mir nun wochenlang reiseangebote angeschaut habe, millionen hotelbewertungen gelesen habe, die reisekasse vorwärts und rückwärts überprüft habe und ein, zwei folgen von "hilfe, mein urlaub geht baden!" gesehen habe, stellte ich fest:
das übel, das man kennt, ist das kleinere... also fiel meine wahl  wieder auf tunesien.

genauer gesagt, das hotel, das wir im jahr 2011 besucht haben. dort hat die leitung gewechselt, die neueren bewertungen sind allesamt gut und preislich fällt das auch genau in mein budget.

sehr zum schrecken meiner tochter, die gerne shopping-touren nach london, rom oder new york machen würde. oder zumindest auf die malediven oder seychellen fliegen möchte. oder in die karibik, weil sie bei "deutschland sucht die supertröte" begeistert die schönen strände bewunderte. die tatsache, dass diese reisevorstellungen in diametralem unterschied zu meinem kontostand stehen, ignoriert sie. als vierzehnjährige pubertistin fehlt ihr die einsicht für's kleinere (und günstigere) glück. als ich sie mit meinem entschluss konfrontierte, kam von ihr ein aufmüpfiges "dann geh ich lieber zwei wochen zum papa!!". ja, das wäre eine idee... wobei ich überzeugt davon bin, dass diese wiederum nur von ihr als gangbare lösung gesehen wird. der papa hat leider schon bei ganz normalen wochenenden das problem, dass sein töchting und seine neue liebe nicht auf der gleichen wellenlänge liegen und es nicht selten zu einem zusammenprall zweier aufmerksamkeitsdefizitsyndrome kommt. da sehe ich also ein winziges problem... und mir wäre es definitiv lieber, wenn pauline wieder mit mir gemeinsam in den urlaub starten würde.  

als mein erstgeborener kürzlich in einem schwachen moment die überlegung äußerte, sich unserer reisegesellschaft anzuschließen, löste das hektische rechnerei in meinem oberstübchen aus. persönlich fände ich es wundervoll, im kreise meiner lieben eine unbeschwerte zeit in warmer sonne und strandnähe zu verleben. zumal ich überzeugt wäre, dass er sicher viel spaß an der umfangreichen animation hätte. beim beach-volleyball, bogenschießen und fußball könnte ich in mir gut vorstellen. nun sagt der junge mann: "hotels finde ich aber blöd. das sind mir zuviele leute..."
hmmm... ich kenne wenige hotels, die ihre gäste alle im keller verstecken, nur weil jemand mit einer menschenphobie anreist. er bat sich also etwas bedenkzeit aus, um sich gut zu überlegen, ob er das abenteuer urlaub mit der familie wagt.

um chancengleichheit zu garantieren, fragte ich auch meinen zweitgeborenen. dieser sah mich an, sagte: "ich fliege nicht gerne.", und ich fragte mich, welche alternativen zur verfügung stehen, um dem armen kerl die flugangst zu ersparen. mir schwebten tagelange reisen im alterschwachen golf nach spanien oder südfrankreich vor, fäkalienverseuchte raststättentoiletten, autopannen, und dann die ankunft in einer ferienwohnung, in der ich zwei wochen lang das gleiche tun durfte wie zu hause. die wahl fiel leicht: das kommt überhaupt nicht in frage... und nun bittet auch der zweite sohn um bedenkzeit.

zurück bleibt eine angegrätzte und etwas verständnislose mutter. hätten mir meine eltern während der schulzeit eine flugreise in ein hotel angeboten, in dem mich rundumversorgung erwartete, mit einem feinsandigen, weißen sandstrand vor der tür, einem zimmermädchen, das mir täglich das zimmer wieder in einen menschenwürdigen zustand versetzt und mit einem freizeitangebot, das kaum wünsche offen lässt... ich hätte nicht lange überlegt. und schon gar nicht gemäkelt.

wenn mich die undankbare brut noch ein bisschen ärgert, fahr ich allein. *grummel* 


Freitag, 15. Februar 2013

bitte, lieber petrus....

... bitte, bitte... ich mag jetzt keinen schnee mehr. 

ich weiß, es sieht auch in LU ab und an schön aus, wenn schnee liegt. besonders, wenn er noch so "jungfräulich" ist wie heute vormittag.


aber im moment hab ich die schnauze einfach voll von der kälte. vor allem, nachdem ich seit wochen irgendwelche tabletten schlucke, weil mir meine ollen knochen und gelenke weh tun und ich morgens aus dem bett krieche wie ein dinosaurierklon nach der erweckung aus dem bernstein. ich werd alt. und mein bedürfnis nach einer muckelig-warmen winterresidenz wächst. ich lese mit dickem, gelbem neid, der mir überall herausquillt, die berichte von langzeiturlaubern, die sich ins warme tunesien oder auf die kanaren zurückgezogen haben, um dem frostigen klima hier in deutschland zu entgehen. 

natürlich nur, weil ich gerade wieder am planen unseres urlaubs in den herbstferien bin... nicht, weil ich lust auf rente habe. nö, ich geh ja gerne arbeiten. aber ab und an denke ich, könnte sich die globale erwärmung auch mal in richtung meines habitats bewegen. ich merk davon nix!! bei mir isses kalt. *jammer*





Donnerstag, 14. Februar 2013

kathy reichs - knochen zu asche...

ich liebe kathy reichs... ich liebe ihre ausführlichen, manchmal so ausschweifenden erklärungen fachspezifischer details, weil ich trotz bester unterhaltung bei jedem ihrer bücher unmengen gelernt habe. 

"knochen zu asche" führt den leser in tempe brennans vergangenheit. man erfährt ihre traurige kindheitsgeschichte: der frühe tod ihres bruders an leukämie, die verzweiflung des vaters, die in alkoholismus und seinen unfalltod führt, das unglück ihrer mutter, die dies alles nicht verkraftet. die einsamkeit eines präpubertären teenagers, die in einer freundschaft zu einem mädchen aus einer gegend mit uralten wurzeln trost findet. und die erneute einsamkeit, als diese freundschaft ein jähes ende findet.

tempe arbeitet an einem fall mehrerer verschwundener mädchen, deren potentielle leichname sie untersuchen und eventuell den vermissten zuorden soll. dabei stößt sie durch einen polizeibeamten, der alte fälle bearbeitet, auf verbindungen zu ihrer alten freundin évangéline, nach der sie jetzt die suche wieder aufnimmt. es tut sich eine riesige verwicklung auf, die sie mit hilfe ihres "on-/off-lovers" andrew ryan auf altbekannte weise durchforstet und aufklärt. 

keine minute habe ich mich gelangweilt. keine seite nur überflogen. ich genieße jedes mal, wenn ich ein buch über tempe brennan lese, die ausflüge in die französische sprache und deren besonderheiten in kanada. ich habe jede menge gelernt zum thema osteologie und anatomie, biologisch interessanter randgruppen von algen, sprachlehre und vieles mehr.

wer es gerne nicht allzu blutig mag, aber dafür gerne mehr über die handelnden personen erfahren will, über das umfeld, in dem sie leben und arbeiten, über ihre liebenswerten macken und ihre seelischen abgründe, der sollte beginnen, einen der -zig romane von kathy reichs aus der serie um die forensische anthropologin tempe brennan zu lesen. 




Montag, 11. Februar 2013

dan wells - ich bin kein serienkiller...

john wayne cleaver ist 15 jahre alt und seinen eigenen angaben nach soziopath. er lebt nach selbstaufgestellten regeln, die ihn davor schützen, zu einem monster zu mutieren und zum serienkiller zu werden. er ist fasziniert von dieser besonderen sorte mörder und arbeitet mit inbrunst im einbalsamierungsraum des beerdigungsinstituts seiner mutter.

eines tages wird das kleine county clayton von einer reihe grausamer tötungsdelikte heimgesucht, wobei die morde in einem punkt übereinstimmen: es fehlt immer ein organ oder ein körperteil des opfers, und es befinden sich zähe, klebrige reste einer schwarzen masse in unmittelbarer umgebung des tatorts.

john kommt dem täter auf die schliche und beschließt, ihm das handwerk zu legen. dabei stößt er auf einen wichtigen umstand: es handelt sich um einen nichtmenschlichen mörder, was die sache erheblich erschwert. aber mit geduld und qualitäten, die john aufgrund seiner andersartigkeit besitzt, schafft er es, seinem ziel immer näher zu kommen...

das buch ist spannend, aber nicht wirklich "fesselnd". ich würde es als guten durchschnitt bezeichnen und bedingt weiterempfehlen...



leute gibt's...

... da fragt man sich, ob irgendwie rundherum alle bekloppt sind, oder man selbst einen an der klatsche hat. manchmal macht mir der gedanke ein bisschen angst, dass ich der geisterfahrer aus dem uralten witz bin, der im radio die meldung hört: "auf der a6 kommt ihnen ein geisterfahrer entgegen." und dabei denkt: "einer??? HUNDERTE!!!". 

gestern nachmittag wollte ich einen krankenbesuch in der unfallklinik machen. da ich diverse leere einkaufstaschen im kofferraum verstauen wollte vorher, öffnete ich diesen und war sehr erschreckt, als es plötzlich einen lauten krach machte: ein kleiner junge, vielleicht 4 oder 5, war mit seinem kinderfahrrad gegen den vorderen linken kotflügel meines parkenden autos geknallt und dabei umgefallen. sofort war ich neben ihm, hob das fahrrad hoch und fragte den kleinen, ob er sich wehgetan hätte. ebenso plötzlich und schnell war seine mutter hinter ihm, zog ihn auf die beine und haute ihm erst mal voll eine rein. echt!! richtig fest!! ich war schockiert... ich sagte: "na, hören sie mal...". mehr kam mir nicht über die lippen, so völlig aus dem konzept war ich. sie, ein ludwigshafener "original-asi" mit einer brille, die aussah, als ob man die böden aus colaflaschen ins gestell eingebaut und deren aufmachung tatsächlich an die mutter flodder aus gleichnamigem film erinnerte, schrie ihren sprössling, mich ignorierend an: "du fahrschd iwwerall degege... dauernd machschd du irgendwas kabudd!!" dann, zu mir: "geschdern knalld der voll gegen de deerrohme (türrahmen), des bassiert dem dauernd, dasser nedd uffbasst, wo er hielaaft...". 

ich mutmaßte, dass der sohnemann eventuell die sehschwäche seiner mutti geerbt hatte und fasste dies in folgende worte: "vielleicht sieht er schlecht, sie sind ja auch entsprechend belastet..."

da schreit die mich an: "isch bin doch nedd belaschded, was sollen des heeße, belaschded?? isch gebb da glei belaschded!!". 

ich hatte zweifellos angst um mein leben. der junge, wohl die ausraster-mentalität seiner mama gewohnt, vergaß das heulen ob des unfalls und der schelle, schaute von einem zum anderen und war still. offenbar erwartete er einen fight. 

ich ergriff die flucht. ich gebe es zu. mit dieser gewalttätigen dame wollte ich mich nicht anlegen, zumal ich vermute, dass unsere krankenhäuser derzeit wahrscheinlich alle überfüllt sind mit besoffenen narren, noro-virus-verseuchten und/oder grippeopfern. nö, da wollte ich mich nicht dazugesellen mit einem schädelbruch durch fremdeinwirkung.