Samstag, 22. Juni 2013

dicke luft...

... in ludwigshafen. heute hat eine lagerhalle gebrannt auf der parkinsel. 5000 tonnen styroporgranulat sind in flammen aufgegangen. die rauchsäule war über 100 meter hoch und zog gott sei dank nicht in die richtung, in der ich wohne. aber selbst aus der entfernung war das inferno sehr beängstigend.

all die youtube-filmchen, die berichterstattung im regionalfernsehen, die privaten handyaufnahmen zeigten das gleiche bild: dicker schwarzer qualm, überforderte feuerwehrleute und - jede menge gaffer und glotzer, die überall im weg rumstanden...

da kriegt man doch die krätze, wenn man sieht, wie sich die leute die füße plattstehen und sich anschauen, filmen und fotografieren, wie ein großbrand, der außer kontrolle geraten ist, die existenz von leuten gefährdet, die gerade mit mühe evakuiert werden...!!

mir tun die alten leute leid, die vorübergehend in ausweichquartiere gebracht werden. die angst hatten, dass das feuer auf ihre häuser und wohnungen übergreifen könnte, oder die sich sorgen um die zurückgelassenen haustiere machen. daran denkt von den vollpfosten, die dastehen und glotzen, wahrscheinlich keiner...

und das beste: der qualm sei nicht "gefährlich". nicht giftig. die schadstoffmessungen hätten kein besorgniserregendes ergebnis gefördert...

nö, wir wissen doch alle, dass styropor nicht giftig ist, wenn man's verbrennt!! machen wir doch alle mal. kann ja nix passieren...

so wie's aussieht, ist die sache jetzt im griff. man hat das lagerhaus ausbrennen lassen, weil löschen nicht möglich gewesen sei. 

na klasse...

allen betroffenen wünsche ich, dass sie keinen schaden erlitten haben. und den gaffern wünsche ich pickel an den hintern. aus vollem herzen. 


Sonntag, 16. Juni 2013

dafür bin ich nicht zuständig...

vor kurzem bekam ich einen katalog eines versandhauses zugeschickt mit einem aufdruck, dass meine nächste lieferung versandkostenfrei sein sollte, wenn ich den entsprechenden gutscheincode eingebe. da mein töchting und ich dort gerne einkaufen (meist in einem shop in der nähe, das letzte online-shopping dort liegt jahre zurück), haben wir eine recht umfangreiche bestellung zusammengestellt.
 
als ich auf die seite "zahlung" komme und den gutschein-code eingeben möchte, sagt mir das programm, dass ich nicht zu den eingeladenen kunden gehöre und damit dieser code für mich ungültig sei. mein anruf bei der servicestelle ergab, dass ich mich nicht mit meiner mailadresse, sondern mit meiner kundennummer anmelden muss, um diesen zu beanspruchen. mit hilfe der etwas hochnäsigen dame aus dem service ("naja, die kundennummer steht doch in der innenseite des katalogs, das dürfte doch keine meisterleistung sein, die zu finden...") finde ich dieselbe und melde mich ein zweites mal an.
 
wieder der weg zur "kasse". dort angekommen, werde ich informiert, dass meine mailadresse diejenige ist, die ich vor jahren hinterlegt habe - die meines ex-mannes. und es gibt zwar die option, die rechnungs- und lieferadresse zu ändern, nicht aber die mailadresse...
 
ein weiterer anruf bei der service-hotline. diesmal ein höflicherer junger mann, der mir mit einem seufzen erklärt, dass er keinen blassen schimmer hat, ob und wie ich eine andere mailadresse eingeben kann. "das ist nicht meine baustelle, ich kann ihnen aber ihre bestellung eingeben...". auf meine frage, ob eine übersicht und bestätigung dann an die mailadresse meines ex-mannes ginge, entspinnt sich folgender dialog:
 
"na sicher, dass ist doch die, die sie hinterlegt haben...".
"na hören sie mal, was ist denn das für eine datensicherheit, wenn mein ex-mann dann über umfang und höhe der rechnung informiert wird...??"
"da kann ich ihnen leider nicht weiterhelfen, das muss die it-abteilung machen."
"ja, können sie mich da mit jemandem verbinden??"
"nein, die ist sonntags nicht besetzt..."
"das heißt, ich kann jetzt nicht bestellen??"
"doch, sie können schon bestellen..."
"...aber meine auftragsbestätigung geht an meinen ex-mann...??!!"
"genau!! wäre das denn so schlimm??!!"
 
an dieser stelle beende ich das gespräch, weil ich sonst in gefahr gelaufen wäre, durch die telefonleitung zu kriechen und mein gegenüber mit seinem headset zu füttern.
 
nach mehreren minuten wütenden einhämmerns auf meine tastatur finde ich dann doch die möglichkeit, meine mailadresse zu ändern. das system nimmt zwar nicht die, mit der ich mich zu anfang eingeloggt habe, sondern eine meiner "wegwerf-adressen", aber das ist vielleicht dennoch von vorteil.
 
kann mir ein mensch mal sagen, warum an solchen stellen immer diese vollpfosten sitzen, für die service ein fremdwort ist und deren einzige qualifikation offenbar ist, dass sie der deutschen sprache mächtig sind..?? wieso sitzt da keine kompetente person, die sich mit allen seiten der kontoverwaltung auskennt, und nicht nur bestellnummern eingeben kann...??
 
und, vor allem, warum sind die immer so pampig, wenn mal eine unerwartete frage kommt?? was ist denn das für ein "service"??
 
egal, ich muss das ja nicht verstehen... *kopfschüttel*