Dienstag, 11. März 2014

wechselbad der gefühle


heute morgen habe ich gisela zum tierarzt gebracht, um sie kastrieren zu lassen. gestern abend um acht wurde sie das letzte mal gefüttert, danach sprang sie hier lustig rum und auch heute morgen war sie ausgesprochen munter...

um neun waren wir beim arzt, wo ich die information erhielt, dass ich sie zwischen 15 und 18:30 uhr würde abholen können. 

umso alarmierter war ich, als um 10 uhr der tierarzt persönlich anrief, um mir mitzuteilen, dass gisela einen riesentumor im bauchraum hätte und mich fragte, ob wir a) das tier sofort einschläfern lassen wollen, auf die erfahrung hin, dass solche tumoren meist bösartig seien und sich tief ins gekröse fressen, b) sie aufmachen lassen und dann nach sicht auf die operabilität entscheiden, ob sie noch mal aufwachen darf oder c) sie nur kastrieren und danach den dingen ihren lauf lassen...

ich war schockiert und entschied, dass ich eine junge katze, die bislang keinen hinweis auf todkrankheit vermittelt hat, nicht "einfach so" einschläfern lasse und bat darum, mich anzurufen, wenn der arzt einen blick auf die unbekannte raumforderung geworfen hat. dann war erst mal minutenlanges weinen angesagt... 

eine halbe stunde später der entwarnende anruf: giselas verdauungstrakt war voll mit SCHNÜRSENKELN. ganz, ganz viele... keine ahnung, wo sie die her hat. 

jetzt hat er die erst mal rausgeholt und gisela dann kastriert. es bleibt bei der abholzeit. 

kann mir jemand erklären, warum ich überhaupt nicht mehr aufhören kann zu heulen?? 



(ich glaube, ich werde mich erst entspannen können, wenn gisela hier in ein paar tagen wieder gesund und munter umhertobt.)