Donnerstag, 16. Juni 2016

jammern hilft nicht...

nein, nicht wirklich.

am montag hatte ich meine erste chemo. im vergleich zu der tortur vor 12 jahren muss ich sagen - es hat sich nicht viel getan. noch immer sitzen viele kranke menschen in liegestühlen, auf sesselchen oder auf einer couch. die wenigsten lesen oder stricken (so, wie ich...), eher ist relaxen angesagt. soweit man das kann, in der situation. ich vermute, viele sind auch einfach zu kaputt, um noch irgendetwas anderes zu tun, als nur zu sitzen und zu ertragen...

direkt nach der chemo wurde ich abgeholt und nach hause gefahren. der tag verlief ganz gut, ich hatte keine großen einschränkungen. nachts hat mich der bauch ein wenig umgetrieben, aber ich glaube, das war eher die aufregung als tatsächlich schon nebenwirkungen.

die kamen heute... örgsn. die nacht über habe ich schwer gelitten. schmerzen im rücken und in den oberschenkeln, das gift tut seine arbeit und macht wohl unschuldige kleine blutkörperchen kaputt. geschlafen habe ich nur wenig, bin stattdessen unterwegs gewesen und habe meine katzen genervt. die konnten es nicht fassen, dass ich keine ruhe geben wollte und ständig durch die wohnung lief. alle liegeflächen ausprobierend, wanderte ich ruhelos von einem bett zur nächsten couch und haute mir heute morgen dann eine schmerztablette rein. eine halbe stunde später war ich dann eingepennt und konnte tatsächlich ein paar stündchen ruhen... gott sei dank!! schlafentzug ist für mich folter. 

ansonsten halte ich die ohren steif und versuche, mich zu beschäftigen. im fernsehen laufen hauptsächlich zoosendungen. ;) nachts höre ich mal wieder die pilgerreise von hape kerkeling und der gut gefüllte e-book-reader lässt auch keine wünsche offen. 

also: don't worry!! i'm still alive!!  

1 Kommentar:

  1. Hallo Heidy,
    natürlich hilft jammern nicht - aber es tut manchmal SO GUT!
    Liebe Grüße
    Gabi

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